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Unisex-Tarife

, am 11. Dezember 2012 um 9:43

Trotz Emanzipation und der jahrenlangen Forderung, dass Männer und Frauen im Leben gleich behandelt werden sollen, gibt es beträchtliche Unterschiede im Leben der beiden Geschlechter. Zumindestens in Sachen Versicherungen hat das bald ein Ende, denn Ende Dezember kommen die sogenannten Unisex-Tarife. Diese sind geschlechtsneutral und jeder Versicherungsnehmer – egal ob Mann oder Frau – muss einen bestimmten Betrag bezahlen.

Besonders Frauen profitieren von der Umstellung auf die Unisex-Tarife, die am 21.12 erfolgt. Abgesehen von der Risikolebensversicherung, zahlen Fraune beispielsweise bei der privaten Krankenversicherung 5 % weniger. Männer hingegen müssen tiefer in die Tasche greifen. Bei der Pflegetagegeldversicherung kommt eine Beitragserhöhung von 36 % auf das “starke” Geschlecht zu. Nur die Risikolebensversicherung – die bei Frauen um ganze 91 % teurer wird – wird bei bei den Männern um 11 % günstiger.

Allzu sehr dürfte es das männliche Geschlecht aber nicht stören, denn immernoch herrschen gewaltige Unterschiede in der Lohnverteilung. In Deutschland verdienen Frauen im Durchschnitt ungefähr 23 % weniger als ihre männlichen Kollegen. Auch die Jobverteilung in Deutschland kommt dem Mann entgegen. Ca. 75 % sind männliche Geschäftsführer und 87,5 % üben den Beruf des Ingenieurs bzw. des Architekten aus.

Um hohen Versicherungsbeiträgen aus dem Weg zu gehen, wird dem Versicherungsnehmer empfohlen, noch vor dem 21.12 alle Versicherungslücken zu schließen. Lassen Sie sich professionell beraten und profitieren Sie dadurch von langfristigen, günstigen Tarifen bei den Versicherungsgesellschaften. Mit auf dem Weg geben wir Euch eine informative Infografik, die alle Fakten anschaulich darstellt.

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2 Reaktionen to “Unisex-Tarife”

  1. Thomas Ludolph

    Bei den meisten privaten Krankenversicherern werden wohl auch die Beiträge für Frauen in den neuen Unisextarifen teurer werden. Die PKV Versicherer wollen damit verhindern, dass gesundheitlich vorbelastete bereits privat versicherte Frauen in die neuen Unisextarife wechseln. Dies würde nämlich durch das gesetzlich garantierte Tarifwechselrecht nach Paragraph 204 VVG möglich sein. Durch teurere Prämien in den Unisextarifen der privaten Krankenversicherung entfällt der wirtschaftliche Vorteil eines solchen Wechsels.

  2. Christian

    Sehr interessanter Artikel. Die Grafiken sind sehr gut. Bei Zahnzusatzversicherungen werden Frauen wohl auch nicht günstiger wegkommen als vorher auch wenn statistisch gesehen mehr Altersrückstellungen gebildet wurden als bei Männern.

    Beste Grüße,
    Christian

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